Predigt von Weihbischof David Abadías zum 9. Todestag

Un joven con traje lee ante el ambón de una iglesia, con relieves del Vía Crucis al fondo

Ich grüße Mn. Yago Gallo, Mn. Pere Montagut und die Vereinigung dafür, dass sie mich eingeladen haben, der heutigen Messe vorzustehen. Ich grüße auch Mn. Alex, den Pfarrer der Gemeinde, der uns die Möglichkeit gibt, die Messe heute hier feiern zu können. Ich möchte euch alle willkommen heißen, besonders jene von euch, die aus Madrid kommen und gekommen sind, um gemeinsam zu beten. Ihr kommt in diesem Augenblick der Gemeinschaft und der Hoffnung.

Wir befinden uns in der Fastenzeit, einer Zeit des Segens, einer Zeit der Reinigung für unsere Herzen. Es ist auch eine Zeit, einander zu helfen, zu wachsen und voranzugehen. Letztlich ist genau das christliches Leben, und deshalb wird der Glaube in Gemeinschaft gelebt. Denn wir alle brauchen den Bruder, um lernen und um lehren zu können. Wir alle geben und wir alle empfangen! Letztlich lässt uns unsere Zerbrechlichkeit uns dem anderen öffnen, damit der andere uns bereichert, und zugleich stellen wir mit Demut und mit dem, was wir haben – so wenig es auch sei, wie ein paar Brote oder ein paar Fische –, es in den Dienst des Herrn und auch in den Dienst der Brüder und Schwestern. Diese Fastenzeit drängt uns besonders dazu, einander zum Wachsen zu verhelfen und vor allem unser Herz zu reinigen. Deshalb ist das Zeugnis der anderen immer willkommen und bekommt in diesen Tagen vielleicht noch mehr Gewicht.

Vor einigen Wochen hielten wir Exerzitien mit 32 jungen Menschen, die über das Priestertum nachdenken, und am Ende der Exerzitien wurde jedem von ihnen von den Sekretariaten für Berufungen und Jugend das Buch von Marcos geschenkt, Meine Geschichte (Mi historia). Es ist ein Buch, das auch ich in diesen Tagen gelesen habe, denn ich kannte es nicht. Wohl aber wusste ich vom Tod von Marcos. Damals war ich Pfarrer in der Diözese Terrassa. Doch selbstverständlich erfuhr ich von dem Unfall und seinen Folgen, die bei vielen Menschen nachhallten, nicht nur in Barcelona, sondern auch in den benachbarten Diözesen.

Wäre er bei dem Unfall nicht ums Leben gekommen, hätte ich ihn Jahre später im Fach Geschichte an der Theologischen Fakultät kennengelernt, das ich damals unterrichtete. Auch er mochte Geschichte und Physik. Am Ende entschied er sich für das Physikstudium, aber in der Geschichte wären wir uns begegnet, und ich glaube, wir hätten den Unterricht und die Lektionen, in denen wir so viele Lehren finden, gemeinsam genossen. Es ist schön, dass in uns das Beispiel, das Leben, das Zeugnis, der Weg der einen und anderen nachklingt, denn gerade das lässt uns wachsen und hilft uns. Wir sehen in den anderen ein Zeichen der Stärken, die uns inspirieren können, und manchmal sehen wir in den anderen – wie in uns selbst – auch die Zerbrechlichkeit. Das erfüllt uns mit dem Gefühl, bedürftig zu sein, zu wissen, dass wir in unseren Grenzen nicht allein sind und dass wir einander immer helfen können.

Das heutige Evangelium (Lk 20,9-18), das uns dieses wunderbare Gleichnis erzählt, erlaubt uns, nach und nach einige Elemente aus dem Leben von Marcos einzubringen – die uns in diesen Tagen helfen können – und ebenso das, was Jesus uns mit dem Gleichnis zeigen will. Das Evangelium ist die Mitte von allem, aber wie Benedikt XVI. 2006 in einer Chrisammesse zu einigen Priestern Roms sagte: «Wie kostbar und wie schön ist unser Gott, der in sich einen Raum für uns geschaffen hat». So gibt es also im Evangelium einen Raum für uns. Nicht nur das, was wir empfangen und in unserem Herzen aufnehmen, sondern auch unser Leben kann mit dem Evangelium gehen. Gott hat einen Raum für uns geschaffen, und sein ganzes Wort will unser Herz erleuchten und uns zugleich aufnehmen und in diese Heilsgeschichte hineinführen.

In diesem Sinne hilft uns das Leben von Marcos, in seinem Weg verschiedene Dinge zu entdecken. Das Erste davon ist die Zuneigung und das Glück, das er in seiner Familie und bei seinen Freunden hatte, ebenso wie in der Bewegung Comunione e Liberazione und in den Schulen und Orten, an denen er gewesen ist. Mit einem Blick, der seinen Weg überfliegt, können wir sagen, dass er – wie in jedem Leben – Zeiten größerer Nähe und größerer Ferne zu Gott hatte, vor allem in der Jugend, aber vor allem sehen wir ein Leben, das von Menschen umgeben ist, die ihm geholfen haben zu wachsen. Und das ist ein Geschenk, das wir einander machen, wenn wir in der Familie, unter Freunden, in der Schule, in der Pfarrei, in den Bewegungen oder bei den Priestern Menschen finden, die uns helfen, uns aufnehmen, uns lieben und uns lehren. Dann bauen wir in unserem Herzen – manchmal ein wenig unbewusst – Gottes Plan auf, diesen Weinberg.

Der Weinberg ist das Geschenk, das Gott uns macht, er ist ein Plan. Er ist das Bild des Reiches, aber auch das Bild unseres Lebens. Dieser Weinberg, der – wie der Psalm und die Propheten uns in Erinnerung rufen – immer gehütet und beschützt worden ist, wird manchmal von Dieben oder von Tieren überfallen. Doch er ist immer im Herzen Gottes, in der Sehnsucht und Zuneigung Gottes. Und das ist eine Zuneigung, die in der persönlichen Erfahrung mit dem Herrn Fleisch wird, die aber auch in der Gegenwart derer Fleisch wird, die uns umgeben. Beim Lesen dieses Buches diese Erfahrung der Liebe zu entdecken, erinnert uns daran, dass auch wir einander brauchen, um diese Wirklichkeit zu leben. Die Liebe, die wir einander schenken, die wir teilen, hilft uns und führt uns dazu, die Liebe Gottes mit größerer Kraft zu entdecken. Und von der Liebe Gottes her sind wir fähig, unsere Lieben zu läutern, unser Herz zu berichtigen, das wie ein Jünger unterwiesen und begleitet werden muss. Die Liebe Gottes lehrt uns, mehr und besser zu lieben.

Die erste Wirklichkeit ist also, in diesem kurzen, aber intensiven Leben das Glück und den Segen der Familie, der Freunde, der Lehrer, der Mitschüler, der Priester und der Bewegung zu finden. Die zweite ist zu entdecken, wie er nach und nach diesen Ruf Gottes in sein Herz aufnimmt, dem letztlich als vorausgehender Schritt die grundlegendste Frage zugrunde liegt: «Was willst du von mir, Herr? Was ist der Sinn meines Lebens?»

Marcos nahm mit dieser Suche an verschiedenen Treffen, Ausflügen und Wallfahrten teil. Und manchmal kehrte er von diesen Wallfahrten zurück – vor allem von den ersten, wie Tschenstochau –, ohne die Antwort gefunden zu haben, aber immer offen. Da ist eine Erfahrung auf dem Jakobsweg, eine Erfahrung in den Picos de Europa, in Marienheiligtümern, und doch kehrt man ohne die Antwort zurück, hört aber nie auf, die Frage offen zu halten. Der Weinberg des Herrn, der wir sind, ist berufen zu wachsen, und er hat seine Zeiten. Er wächst nach der Zeit Gottes. Oft treten wir, gefangen in den Dingen der Welt und in den Rhythmen der Welt, in Eile vor Gott. Wir kommen mit unseren berechtigten Fragen, Fragen, die eine aufrichtige Antwort suchen und um Erleuchtung bitten, um sich beim Aufbau der Geschichte des eigenen Lebens und des eigenen Hauses nicht zu irren. Und doch lässt der Herr sich manchmal Zeit oder antwortet nach und nach, in einem anderen Rhythmus. Unsere Eile, mit der die Welt uns angesteckt hat, macht uns ungeduldig, ja sie bringt uns sogar dazu, zornig zu werden, wenn wir nicht sofort finden, worum wir bitten. Der Weinberg hat eine Zeit, und das ist die Zeit Gottes, und jeder von uns hat eine Zeit, und das ist die Zeit Gottes. Nicht die Eile, die Dringlichkeiten oder die aufgeregte und immer unmittelbare Gewalt der Welt, sondern die Zeit Gottes. Es ist wunderbar, im Herzen von Marcos so viele Menschen zu finden, die sich nach und nach dieser Zeit anzupassen wissen: Sie stellen ihre Fragen und warten auf die Antworten, überlassen aber immer Gott die Initiative. Auch in dieser Fastenzeit müssen wir lernen, die richtigen Fragen zu stellen, vor allem aber zuzulassen und anzunehmen, dass es die Zeit Gottes ist, die die Antwort gibt. Man sagt gewöhnlich „der richtige Mensch im richtigen Augenblick“. Nun, der Herr hat für dich den richtigen Menschen, den richtigen Augenblick und die richtige Antwort, aber zur rechten Zeit. Manchmal fällt es schwer, das zu verstehen und anzunehmen. Es ist schön, wenn wir einander als Christen, als Gläubige begleiten, die Zeit Gottes anzunehmen und nicht aufzuhören, das Herz in all seinen Fragen offen zu halten, in Erwartung jener Antwort, die uns erleuchtet.

Bei Marcos finden wir auch diesen inneren Kampf, wie bei so vielen anderen. Im Buch wird auf sehr schöne Weise dieses Suchen beschrieben, nicht mehr die Mitte aller Dinge zu sein – manchmal hatte er sein Leben sehr stark auf sich selbst ausgerichtet – und immer nach dem Wunsch des Herrn zu fragen, danach, was Gottes Plan ist. Das heißt, sich zu dezentrieren. Das ist es, was er hier auch zitiert: „indem ich Christus entdeckte, fand ich den Menschen“. Dieses Sich-Dezentrieren ist nicht immer leicht und fällt uns schwer. Auch im Weinberg finden wir jene, die sich des Weinbergs bemächtigen. Manchmal können wir der Versuchung erliegen, uns des Planes Gottes zu bemächtigen, der wir selbst sind, uns der Gabe Gottes zu bemächtigen, die unser Leben ist. Der Herr hat uns ein Geschenk gemacht, aber nicht, damit wir uns seiner bemächtigen, sondern damit wir es Frucht bringen lassen. Er hat uns das Leben gegeben, damit es sich mit Sinn füllt, aber in einer Dynamik der Liebe und der Hingabe, nicht in einer Dynamik des Egoismus und des Besitzes. Diese Fastenzeit lädt uns ein, darüber nachzudenken, denn manchmal wollen wir uns zur Mitte machen, wollen wir, dass sich alles um uns dreht, dass sich alles unseren Bedürfnissen anpasst. Was uns nicht gefällt, schieben wir beiseite, und was passt, nehmen wir an. Aber wir sind nicht bereit, uns formen zu lassen. Man muss daran erinnern, dass dieser Weinberg – der im Grunde das Leben eines jeden von uns ist – einen Eigentümer und Herrn hat, der weder du noch ich bist, sondern Gott. Die Geschichte dieser Winzer, die am Ende zu Mördern werden, weil sie versuchen, den wahren Eigentümer zu töten, um selbst als Diebe und Besitzer dessen dazustehen, was sie empfangen hatten, lehrt uns diesen Weg des Sich-Dezentrierens, nicht der Versuchung des Egoismus und des Besitzes zu erliegen, die uns zu Lügnern macht. Das ist das Schlimmste, was uns in unserer eigenen Geschichte geschehen könnte: zu glauben, dass wir und nicht Gott die Mitte von allem sind. Auch Marcos hat seinen Prozess und durchläuft ihn über die Jahre hinweg, aber mit Beweglichkeit und mit Intensität. Selbst als er schon verstanden und Schritte nach vorne getan hat, finden wir in ihm diese innere Unruhe. Denn letztlich gilt das für das ganze Leben, und auch wir müssen ein Leben lang wachsam sein. Wir dürfen uns nicht ablenken lassen, denn sobald er kann, schleicht sich unser Egoismus wieder ein. Man muss großzügig mit dem Herrn sein und aufrichtig mit sich selbst. Anerkennen, wer der Herr aller Dinge ist, und unser Leben in seinen Dienst stellen. Der Weinberg gehört nicht uns, er gehört ihm, und er soll Frucht bringen nach seinem Herzen, nicht nach unseren Interessen. Deshalb ist es kostbar, im Zeugnis von Marcos dieses Bild zu finden, das uns zur Inspiration dienen kann und soll.

Zugleich entdeckt Marcos in diesem langen Prozess durch die Menschen der Bewegung, durch die Lehrer, die Priester, viele Freundschaften – es tauchen viele Namen auf, und das ist ein Zeichen dieses Reichtums und dieser Schönheit in der Beziehung zu den anderen, dieser Großzügigkeit und auch der Großzügigkeit der anderen – nach und nach das Antlitz Christi. Und es geschieht in einer Nacht bei einem Zeltlager in den Picos de Europa. Und es geschieht auch in einer Küche beim Abwaschen und im Gespräch mit einem Freund. Und auch in einem Gespräch über Skype. Es sind Augenblicke, die er benennt mit „dort bin ich dem Herrn begegnet“, im Blick, im Wort des anderen. Denn Gott zeigt sich durch die Menschen. Es sind Augenblicke, in denen er den Menschen vor sich hat, aber jener Blick ist der eines Anderen, er ist der des Herrn. Und durch seine Worte, durch seinen Rat findet er dort diesen Blick. Sogar beim ersten Mal, als ihm das geschieht, in den Picos de Europa, sagt er: „ich erinnere mich nicht, worüber wir sprachen, aber dort fand ich diesen Blick“. Was bleibt, ist die Begegnung. Vielleicht kommt es nicht so sehr auf das Wort an, wohl aber auf die Erfahrung, Christus zu begegnen. Eine Begegnung, die in seiner Geschichte noch einen langen Weg vor sich hat, denn diese Begegnung bedeutet nicht „hier und jetzt hat sich alles verändert“, sondern „ich bin noch unterwegs“. Und so ist das christliche Leben. Auch dieser Weg der Fastenzeit ist ein Zeichen unserer Pilgerschaft. Es ist der homo viator, der Mensch, der unterwegs ist. Das ist unsere Berufung: Der Jünger ist Pilger. Ein Pilger, der das Antlitz Christi sucht, ein Pilger, der es in den Brüdern findet, im Reichtum der Gemeinschaft, und der es in der Innigkeit des Herzens entdeckt. Der Reichtum dieser persönlichen und einzigartigen Beziehung zum Herrn. Und in dieser Begegnung entfaltet sich nach und nach – nicht ohne gewisse Widerstände, wie es immer geschieht – diese Berufung zum Priestertum. Eine Berufung, die ihn schließlich dazu drängt, den Schritt zu tun und ins Seminar einzutreten. Und wenn man dieses Verständnis lebt, wenn man diese Hingabe zu leben beginnt, entfernt man sich nicht von den anderen. Manchmal scheint das Priestertum ein Verzicht auf alles zu sein, aber im Gegenteil: Es ist, das Ganze zu wählen durch den Herrn, im Herrn, für den Herrn. Wir Priester haben, wie so viele andere, jeden Tag unsere Verzichte. Wir können nicht alles tun, wir wählen, aber wir wählen immer von jener Entscheidung her, die alles einschließt, weil diese Liebe uns zum Ganzen ruft. Und wir finden bei Marcos und bei so vielen Berufungen, die entstehen, dass wir uns umso mehr den anderen schenken, je mehr wir dem Herrn Ja sagen. Es ist eine Liebe, die Hingabe hervorbringt. Im Buch zitiert Marcos einen Satz von Lewis, dem Autor der Chroniken von Narnia und anderer Bücher – er zitiert ihn als ein Wort, das ihm in jenem Augenblick auch geholfen hat –: „wenn ich lerne, Gott über alle Dinge zu lieben, werde ich all das, was ich vorher geliebt habe, mehr und besser lieben“. Und es stimmt: Gott zu wählen entfernt uns nicht, im Gegenteil, es sendet uns mit größerer Echtheit, um mehr und besser zu lieben.

Und auf diesem Weg der inneren Freiheit, auf diesem Weg der Hingabe finden wir nach und nach das Glück. Dieses Buch endet mit den Worten „Ich bin glücklich“. Das ist die Zusammenfassung nicht nur eines Lebens, sondern auch eines Plans. Das hätte auch dieser Weinberg immer sein sollen. Ein Weinberg, in dem es einen Plan gibt, und dieser ist unser Glück; in dem es einen Wunsch Gottes gibt, nämlich dass wir Frucht bringen nach seinem Herzen. In dem es eine Liebe gibt, die uns trägt und die für uns sorgt und die uns sogar warnt, wenn wir vom Weg abkommen oder wenn wir der Versuchung des Egoismus erliegen. Er sendet uns seine Boten, er sendet uns sogar seinen eigenen Sohn, um uns zu helfen, die echte Erfahrung des Sinnes unseres Daseins zu finden, damit dieser Weinberg Früchte nach seinem Herzen bringen kann. Und wenn wir diese Liebe finden, wenn wir sie großherzig annehmen, dann ist unser Leben glücklich.

Bitten wir den Herrn, dass er uns helfe, diesen Weg zu gehen, dass wir ihn in dieser Fastenzeit gehen, in der Osterzeit und an allen Tagen unseres Lebens. Aber gerade jetzt, in dieser Zeit der Läuterung, möge uns geholfen werden. Und auch durch die Fürsprache der Heiligen, jener, die uns im Haus des Vaters vorangegangen sind: Mit ihrer Fürsprache und ihrer Hilfe mögen wir jeden Tag lernen, mehr und besser zu lieben, dieses Herz zu haben, das für Gottes Plan offen ist, großherzig in unserer Antwort zu sein. Am Ende ist Marcos vorzeitig gegangen, könnte man sagen, gemessen an den Jahren, nach dem Blick der Welt. Aber zu Beginn des Buches erzählt er uns, dass er als Kind, wenn in der Schule Fußballmannschaften gebildet wurden und ausgewählt wurde, wer spielen sollte, in der ersten Reihe stand, um unter den Ersten gewählt zu werden. Das ist immer ein Zeichen der Vorliebe: dass du gut bist, dass wir dich bei uns haben wollen. Marcos sagt: „Der Mannschaftsführer ging vorbei, er wählte aus, und ich wollte einer der Ersten sein.“ Und in gewissem Sinne hat der Herr ihn erwählt, er hat ihn für vieles erwählt, aber auch dazu, bei ihm zu wohnen. Auch wenn uns das manchmal im Herzen schmerzt, weil es Zukunftspläne gibt, weil es viele Pläne gibt, hier gemeinsam zu leben – aber der Herr weiß es besser. Wir verstehen nicht alles, aber wir vertrauen. Sicher ist jedenfalls, dass er in vielerlei Hinsicht ein Erwählter war, wie wir es alle und jeder Einzelne von uns sind. Sich bewusst sein, von dieser Liebe erwählt zu sein. Und in seinem Fall hat er ihn auch erwählt, um früher bei ihm zu wohnen. Möge uns auch diese Hoffnung, der Wunsch, uns eines Tages im Haus des Vaters wiederzufinden, wo nichts und niemand uns mehr trennen kann, das Herz bereiten, um diese Eucharistie weiter zu feiern, um die Gabe Gottes anzunehmen, zu erfahren und zu danken – Gottes, der gibt und sich uns schenkt, damit wir Leben haben.

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