25.02.2015 – Botschaft von Julián Carrón an die Familie und an die gesamte Bewegung nach dem Tod von Marcos Pou
Liebe Freunde,
«Keiner von uns lebt für sich selbst, und keiner stirbt für sich selbst. Leben wir, so leben wir für den Herrn; sterben wir, so sterben wir für den Herrn. Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn. Denn Christus ist gestorben und lebendig geworden, um Herr zu sein über Tote und Lebende». Diese Worte des heiligen Paulus sind die ersten, die mir in den Sinn gekommen sind, als ich bestürzt die Nachricht vom Tod unseres lieben Marcos erhielt. Ich glaube nicht, dass wir treffendere Worte finden könnten, um ihn zu beschreiben. Wir, die wir das Glück hatten, ihn zu kennen, haben gesehen, dass er für niemand anderen lebte als für den Herrn. Seine überströmende Freude hatte ihren Ursprung in Ihm. Und sein Tod war nichts anderes als ein Sterben für den Herrn. Wir können auf das Leben und den Tod von Marcos nicht blicken, ohne uns vor Augen zu halten, dass «Christus gestorben und lebendig geworden ist, um Herr zu sein über Tote und Lebende». Der Herr seines Lebens war, ist nun der Herr seines Todes. Indem Marcos am Tod Christi teilhat, hat er nun auch an seiner Auferstehung teil, an der Gegenwart dessen, der alles in seinem Leben war und den ihm nun niemand mehr nehmen kann. Wir werden ihn in unserer Erinnerung nicht von Christus trennen können, aus dessen Fülle er bereits lebt. Der Schmerz, den wir wegen seines Fortgehens empfinden, wird nicht stärker sein können als das Glück, das Marcos in der Gemeinschaft mit seinem Seelenfreund Christus genießt. Seine Freude wird am Ende unseren Kummer überwinden und uns das Gesetz der christlichen Existenz verstehen lassen: «Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn». Das Gedächtnis Christi ist der einzige Balsam für eine so tiefe Wunde. Stützen wir einander, liebe Freunde, in diesem Gedächtnis.
Eine herzliche Umarmung,
Julián Carrón
Mailand, 25. Februar 2015
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